zurück| 01.02.2026 | Druckversion |
EinsatzberichtLKW droht umzustürzen, Gefahr von Hydraulikölaustritt

Hechingen. Am Dienstagabend wurde die Führung der Freiwilligen Feuerwehr Hechingen Abteilung Stadt zu einem Erkundungseinsatz in ein Wohngebiet alarmiert. Laut Alarmmeldung soll ein LKW drohen umzustürzen und die Gefahr bestehen, dass Hydrauliköl auslaufen könne.
Lage
Ein Sattelzug, welcher mit 23 Tonnen Wackersteinen beladen war, ist beim Entladen in eine gefährliche Schiefstellung geraten. Die Zugmaschine sitzt mit der Stoßstange auf dem Asphalt auf, die beiden hinteren Achsen stehen in der Luft. Der Zylinder der Mulde ist voll ausgefahren, steht noch unter Druck und hat bereits durch die Ladung einen gefährlichen Biegeradius erreicht. Ein Hydraulikölaustritt ist nicht zum Erkennen. Die Mulde hat einen sehr geringen Abstand zu einer Strom Oberleitung, sodass der Sicherheitsabstand unterschritten sein kann. Der Trailer wurde mit einem 10 Tonnen Bagger provisorisch gesichert. Der Fahrer konnte selbstständig das Fahrzeug verlassen und hat sich nicht verletzt.
Maßnahmen
Über die Integrierte Leistelle wurde das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20) und der Gerätewagen Transport (GW-T) mit Ölbindemittel der Abteilung Stadt nachgefordert. Ebenfalls wurde der Notdienst des Stromnetzbetreibers zum Freischalten der Oberleitung und ein Kranwagen zum Sichern nachgefordert. Der Kranwagen konnte nach kurzer Zeit wieder abbestellt werden, da bereits durch das Logistikunternehmen ein Bergeunternehmen mit Kran beauftragt wurde.
Im ersten Schritt wurde die Einsatzstelle mit dem HLF 20 ausgeleuchtet. Das parallel eingetroffen Bergeunternehmen sicherte mit zwei Winden des Bergefahrzeuges die Zugmaschine und den Trailer und die Besatzung des GW-T legte Ölbindemittel bereit, um im Falle eines Hydraulikölaustritts und Bersten des Hydraulikzylinders schnell agieren zu können.
Im zweiten Schritt konnte durch den Stromnetzbetreiber die Oberleitung freigeschalten werden. Die parallel hierzu nachgeforderte Drehleiter unterstützte das Bergeunternehmen beim Anbringen des Sicherungsseils einer dritten Winde. Erst jetzt war der Sattelzug vollständig gesichert und es konnten durch die Besatzung des HLF 20 noch Kanaldichtkissen gesetzt werden.
Mit letzter Maßnahme konnten die Wackersteine mit dem Bagger entladen werden wonach sich Schritt für Schritt das Gewicht der Mulde reduzierte. Nachdem die Mulde vollständig entladen war, konnte mittels dem Sicherungsseil an der Mulde der Sattelzug zurück auf die Räder gezogen werden und mit entlasten des Hydraulikzylinders dieser langsam eingefahren werden. Dieser war jedoch so durch die Last verformt, dass es hierbei immer noch zu einem Hydraulikölaustritt kommen konnte.
Wir möchten uns an dieser Stelle für die reibungslose Zusammenarbeit mit dem Bergeunternehmen und dem Baggerfahrer bedanken.
Einsatzdetails
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